23/07/2026
Am Donnerstag, den 25.06., erreichte uns ein Auftrag höchster Dringlichkeit.
Ein Unfall mit beschädigter Ölwanne auf einem der zahlreichen Wanderwege rund um den Brocken sorgte für erhebliches Kopfzerbrechen.
Sofort wurde ein Fahrzeug mit zwei Mitarbeitern entsandt, um eine erste Einschätzung vor Ort vorzunehmen.
Nach Rückmeldung der Kollegen gestaltete sich eine genaue Lageerkundung als sehr schwierig, woraufhin unser Einsatzleiter umgehend mit dem Ranger, einem sehr geländegängigen Fahrzeug, zur Einsatzstelle fuhr.
Zusammen mit zwei weiteren Mitarbeitern wurde die Einsatzstelle hinsichtlich Zuwegung, Wendemöglichkeiten, Lagerflächen und Brückenüberquerungen erkundet.
Zunächst konnte festgestellt werden, dass die Einsatzstelle nicht wie üblich direkt erreichbar war, denn der Schadensort lag ca. 3,7 km von der Ortslage Schierke und 4,2 km von der Ortslage Torfhaus entfernt mitten im Wald. Nur wenige Ausweichstellen oder Wendemöglichkeiten gab es entlang der Strecke. Die Einfahrt zur Schadensstelle in Schierke lag auf 650 Höhenmetern, die Schadensstelle auf 750 Höhenmetern.
Weiterhin konnten ein Containerstellplatz sowie zwei Abstell- bzw. Wendemöglichkeiten erkundet werden.
Aufgrund der zusätzlich hohen Außentemperaturen (38 °C) wurde der eigentliche Einsatz auf den 26.06. um 06:00 Uhr angesetzt.
Da nun eine Vielzahl von Informationen gesammelt worden war, entschied sich der Einsatzleiter für den Einsatz von Bagger und Radlader sowie Container und Kippfahrzeug.
Somit begann der Tag mit dem Verladen der Technik in Quedlinburg und der anschließenden Anfahrt zum höchsten Berg Mitteldeutschlands.
Da nicht alle Fahrzeuge mit Anhänger den schmalen und steilen Weg zur Einsatzstelle befahren konnten, wurde der Radlader mit dem ÖGF kurz hinter Schierke abgeladen und abgestellt.
Benötigtes Handwerkzeug wurde auf den Ranger umgeladen und weitere 2,5 km in den Wald gefahren. Auch hier war Schluss, den Bagger auf dem Anhänger weiter zur Einsatzstelle zu transportieren.
Also ein weiterer Stopp: Bagger vom Anhänger abladen, den Anhänger auf einem sehr engen Seitenweg drehen und abstellen. Anschließend wurde der Bagger über seinen Kettenantrieb weitere 800 m bergauf zur Einsatzstelle verfahren.
Somit konnte der Absetzer seine Container zu einem Verladeplatz auf 710 Höhenmetern bringen. Hier fanden nun auch die restlichen Fahrzeuge – Kipper, Radlader, Ranger und Bagger – Platz und konnten ein Lager aufschlagen. Erfreut waren wir darüber, dass dieser Platz zudem erheblich Schatten spendete.
Nun galt es, weitere 450 m und 50 Höhenmeter zu überwinden, um die eigentliche Einsatzstelle zu erreichen.
Dabei kam es auf die Reihenfolge an, in der die nun benötigten Fahrzeuge vorfuhren. So fuhr der Ranger als Transport- und Sicherungsfahrzeug voraus, gefolgt von Bagger und Radlader.
Nach dem Eintreffen an der eigentlichen Schadensstelle wurde sofort mit dem Aushub des kontaminierten Bodenmaterials begonnen und dieses in den Radlader verladen.
Dieser musste anschließend 450 m rückwärts den Berg hinunter zum Containerplatz fahren und dort entladen. Dieser Vorgang musste insgesamt achtmal wiederholt werden, um das gesamte Bodenmaterial abzutransportieren. Insgesamt wurden rund drei Tonnen kontaminierter Boden aufgenommen und im Container verladen.
Frischer Schotter, der vom Nationalpark zur Verfügung gestellt wurde, wurde anschließend mit dem Kipper angeliefert, über den Radlader zur Einsatzstelle transportiert und dort eingebaut.
Zu Beginn der Arbeiten zeigte das Thermometer angenehme 27 °C. Mit Abschluss der Arbeiten waren es bereits 33 °C. Der zuvor im Schatten liegende Containerplatz stand nun in der prallen Sonne.
Anschließend fuhren wir zurück zur Firma. Im Tal sprang das Thermometer auf alarmierende 39 °C.
Zur selben Zeit galt es außerdem, eine weitere Ölspur auf der A38 sowie im Selketal bei Mägdesprung zu beseitigen. Auch diese Einsätze wurden mit größter Sorgfalt erfolgreich abgeschlossen.