01/12/2022
Da wir jedes Jahr zu Weihnachten etwas Gutes tun wollen und unsere Kaffeekasse wie in den anderen Jahren auf den Kopf hauen, haben wir diesmal ein Projekt gewählt, was nicht ohne ist und auf viel Unterstützung angewiesen ist. Und zwar geht es um die ehrenamtliche Notfallseelsorge des LK Börde. Ab heut steht ein leeres Glas auf dem Schreibtisch und freut sich gefüllt zu werden. Wir runden am Ende des Monats dann auf und übergeben es dem Leiter. Es kann auch per Paypal unter [email protected] gespendet werden. Wir packen es dann dazu, bitte unbedingt dafür aber eine Verwendung anheften. Was sie machen und was gekauft wird hänge ich unten mit dran. Am 31.12. Gibt's dann hier die Auszählung!
"Notfallseelsorge oder auch Notfallbegleitung ist psycho-soziale und seelsorgerliche Krisenintervention im Auftrag des Trägers (im LK BK ist es der Evangelische Kirchenkreis HDL-WMS) und mit Unterstützung des Landkreises und verschiedener Sponsoren. Sie ist darauf ausgerichtet Opfer, Angehörige, Beteiligte und Helfer von Notfällen (Unfall, Großschadenslagen usw.) in der akuten Krisensituation zu beraten und zu stützen.
Aber auch Hilfe nach häuslichen traumatischen Ereignissen, wie nach erfolgloser Reanimation, plötzlichem Kindstod und Suizid, sowie Begleitung der Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten gehört zum Einsatzspektrum der Notfallseelsorge. Anders als etwa die Telefonseelsorge gehen die Notfallseelsorger direkt zum Ort des Geschehens. Die Alarmierung der Notfallseelsorger erfolgt zwingend über die Leitstelle im Bördekreis für Rettungsdienste, Polizei oder Feuerwehr.
In jeweilige spezifische Einsatz-Situationen, wie z.B. Überbringung einer Todesnachricht, Suizid, Tod von Kindern, Räumung und Evakuierung, Schüler in Krisensituationen an Schulen, Mitarbeit in Großschadenslagen: Was ist im Voraus zu tun? Wie können Betroffene reagieren? Was sollten Sie als Mensch im Einsatz tun bzw. vermeiden wenn das gelernte und geübte abgearbeitet ist? Welches Fachwissen ist relevant? Auch für besondere Situationen und Herausforderungen wie z.B. die Begleitung von Kindern und Jugendlichen, Schuldgefühle bei Betroffenen, Schaulustige, sprachliche Barrieren, alkoholisierte Betroffene ist Vorwissen hilfreich.
Unterstützung brauchen wir für die Anschaffung von Spezialkleidung (Lila Jacken, Notfallsets, Verbrauchsmaterialien, für Kinder auch Seelsorgeteddys )
Da wir alle Ehrenamtlich unterwegs sind in privaten Autos bedarf es auch eines Mobilitätsbudget. Am aufwendigsten sind Ausbildung und ständige Qualifizierung und Vierteljährlich stattfindende Supervisionen."
Johannes Könitz, Pfr.
Leiter der Notfallseelsorge KIT (Kisenintervention)
Börde Nord
039203/5414