13/02/2026
56 Jahre nach dem Brandanschlag auf das jüdische Altenheim in München steht die Tat offenbar endlich vor der Aufklärung. Damals starben sechs Jüdinnen und Juden in den Flammen, einer beim Sprung aus dem 4. Stock des Hauses. Alle hatten die Judenverfolgung der N***s überlebt, zwei von ihnen auch Vernichtungslager.
🕯️ Wir erinnern heute an:
🖤 Regina Rivka Becher (59)
🖤 Meir Max Blum (71)
🖤 Rosa Drucker (59)
🖤 Leopold Arie Leib Gimpel (69)
🖤 David Jakubowicz (59)
🖤 Siegfried Offenbacher (71)
🖤 Georg Eljakim Pfau (63)
In den Jahrzehnten nach der Tat wurden zunächst Palästinenser als Täter verdächtigt, dann Rechtsextremisten, schließlich wurden die Täter in linksextremen Kreisen vermutet. Beweismittel verschwanden, Spuren versandeten. Erst 2025 wurden wieder ermittelt. Jetzt konzentriert sich die Münchner Generalstaatsanwaltschaft auf einen rechtsextremen Kriminellen, er offenbar aus Wut über einen fehlgeschlagenen Diebstahl bei einem Juwelier den Brandanschlag verübte und sieben Menschen ermordete. Der Ne***zi und Judenhasser, der 2020 starb, war polizeibekannt, unter anderem wegen Einbrüchen und Sprengstoffdelikten. Schon Mitte der 1970er-Jahre soll der Mann die Tat im Gefängnis einem Mithäftling gestanden haben. Warum diesem Hinweis nie nachgegangen wurde, ist ungeklärt.
Der Fall zeigt: Antisemitischer Terror in Deutschland wurde lange verdrängt, verharmlost oder falsch eingeordnet. Dass ein mutmaßlicher Täter 56 Jahre unbehelligt blieb, ist Teil dieser Geschichte. Aufklärung – selbst spät – bleibt eine Verpflichtung. Vor allem gegenüber den Opfern!