12/03/2026
Brandgefahr: Magirus empfielt Überprüfung
Ulm (BW): Im Dezember 2025 hatte Magirus über die Einleitung von Untersuchungen zu Fällen von Brandereignissen bzw. Beinahe-Bränden an älteren Feuerwehrfahrzeugen mit Iveco EuroCargo- bzw. EuroFire-Fahrgestellen informiert. Diese Berichte waren zuvor von unserer Redaktion und in einer Mitteilung des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in Kiel aufgegriffen worden. Magirus hatte daraufhin eine umfassende technische Prüfung eingeleitet.
Die inzwischen vorliegenden Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein Zusammenhang der Brände mit einem fahrgestellseitig verbauten Lichtschalter für das Stand- und Abblendlicht nach aktuellem Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden kann. Die Hinweise betreffen Fahrzeuge auf Iveco Euro-Baureihen-Fahrgestellen, spezifisch EuroCargo, EuroFire, EuroTech und EuroTrakker der Baujahre 1992 bis 2002. In geprüften Fällen zeigten Lichtschalter nach mehr als 20 Jahren Fahrzeugbetrieb alters- und verschleißbedingte Veränderungen im Inneren des Bauteils. Diese waren von außen nicht in jedem Fall zuverlässig erkennbar.
Auf Basis der vorliegenden Erkenntnisse empfiehlt Magirus Betreibern von Feuerwehrfahrzeugen auf Iveco‑Euro-Baureihen-Fahrgestellen der Baujahre 1992 bis 2002, das Fahrzeug einer Iveco‑Vertragswerkstatt vorzustellen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Erstzulassung einzelner Fahrzeuge auch nach 2002 liegen kann – in Einzelfällen bis zum Jahr 2005. Der fahrgestellseitig verbaute Lichtschalter (siehe Beispielbild) sollte dort vorsorglich ausgetauscht werden. Außerdem sollte die elektrische Installation des Fahrzeugs umfassend geprüft werden, wenn im Laufe der Jahre elektrische Nachrüstungen vorgenommen worden sind. Die Durchführung der Arbeiten erfolgt laut Magirus im Rahmen der regulären Werkstattkonditionen. Andere Schalterbauformen als auf dem Beispielbild sind laut Magirus nicht betroffen.
Foto: Werkfoto Magirus