Der damals erste und einzige motorisierte Leiterwagen seiner Art im gesamten Kreisgebiet wurde 1959 der Freiwilligen Feuerwehr Brilon-Stadt zu ihrem 80 jährigem Jubiläum übergeben. Weitere 20 Jahre verrichtete die Drehleiter anschließend im Standort Hoppecke ihren Dienst, wo sie aufgrund technischer Mängel am 04.01.1996 vom TÜD in den Ruhestand geschickt wurde. Am 16.10.2000 wurde der Leiterwagen
dem „Förderverein zur Erhaltung historischer Nutzfahrzeuge, Geräte und Uniformen Lünen e.V. mittels eines Pachtvertrags verliehen und in einem Museum untergestellt, wo man sie sicher aufgehoben glaubte. Als dann jedoch 2004 die Idee geboren wurde, die DL 18 zur Vervollständigung der noch existierenden Briloner Feuerwehrfahrzeuge, anlässlich des 125 jährigen Bestehens der Wehr, zur Schau zu stellen, kam der große Schock. Die Wehrleitung erfuhr auf telefonische Anfrage hin von der Insolvenz des Museuminhabers und niemand wusste etwas über den Verbleib der Briloner Leiter. Nach ausführlichen Recherchen und einer Zwangsmittelandrohung bekam man dann doch eine Information, wonach die Fahrzeuge aus dem Museum an mehrere Standorte verteilt wurden und der Briloner Wagen direkt an der Nordsee in Bohmstedt , 10 Kilometer nördlich von Husum stehen solle. Sofort wurde sich mit einem Tieflader auf den Weg gemacht, um zu retten, was noch zu retten war. Die Drehleiter wurde dort tatsächlich wiedergefunden, jedoch in einem sehr mitgenommenen Zustand, welcher nicht zuletzt durch Einflüsse des Salzwassers an der See herbeigeführt wurde. Der Rost nagte bereits heftig an Aufbau und Leiterpark. Positiv war jedoch, dass der Opel noch komplett war und nicht diversen Teilejägern zum Opfer gefallen war. Der Wehrleiter persönlich brachte das “alte Schätzchen“ wieder in die Heimat zurück, wobei er sich zu allem Überfluss noch eine schwere Handverletzung zuzog. Nach langer Tortour und einer notdürftigen Auffrischung der Drehleiter konnte sie dann doch pünktlich zum Jubiläum von der Bevölkerung in Augenschein genommen werden. Nach dem Fest verschwand der Wagen für weitere 5 Jahre in einer Garage, bis sie von den Briloner Wehrleuten als restaurationswürdig befunden wurde.