Förderverein Pro A20 e.V.

Förderverein Pro A20 e.V. Der Förderverein Pro A20 e.V. unterstützt und begleitet den Bau der Küstenautobahn A20. Wir verstehen uns als Sprachrohr dieses Projektes und seiner Befürworter.

will auch auf Facebook über die vielen Argumente für den Bau der Küstenautobahn A20 informieren und mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog treten.

10/09/2026

*** Andreas Meyer, Vizepräsident der IHK Elbe-Weser:
„Ohne die A 20 stecken unsere Unternehmen in der Region fest: Wer von Stade oder Cuxhaven nach Schleswig-Holstein, Skandinavien oder auch nur ins nördliche Hamburg möchte, muss entweder viele Stunden an der Fähre stehen oder den enormen Umweg durch den Hamburger Stau in Kauf nehmen.
Eine zusätzliche feste Unterelbquerung ist für unsere regionale Wirtschaft keine Option, sondern eine dringende Notwendigkeit. Dabei geht es nicht nur um kürzere Strecken und Fahrzeiten, sondern darum, den Wirtschaftsstandort Elbe-Weser und seine Zukunftsfähigkeit zu sichern.“

PARLAMENTARISCHER ABEND ZUR A 20:KAMMERN NENNEN DREI ZENTRALE PUNKTEBeim Parlamentarischen Abend norddeutscher Industrie...
09/09/2026

PARLAMENTARISCHER ABEND ZUR A 20:
KAMMERN NENNEN DREI ZENTRALE PUNKTE

Beim Parlamentarischen Abend norddeutscher Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Berlin hat die Wirtschaft Entscheidungen für den Bau der Küstenautobahn A 20 gefordert.
Die Veranstaltung wurde vom Förderverein Pro A 20 e.V. unterstützt.

Gemeinsam mit den Wirtschafts- und Verkehrsministern Claus Ruhe Madsen (Schleswig-Holstein) und Grant Hendrik Tonne (Niedersachsen) adressierten die IHKs die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.
Im Beisein und im konstruktiven Austausch mit Staatssekretär Christian Hirte aus dem Bundesverkehrsministerium machten die Vertreter deutlich: Der Lückenschluss der A 20 ist Voraussetzung für Logistik, Energiewende und Versorgungssicherheit.
Zugleich betonten die IHKs, dass die Autobahn für eine zukunftsfeste Hafenvernetzung, den Küstentourismus, Fahrzeitenreduzierungen und die Entlastung überlasteter Ortsdurchfahrten unverzichtbar ist.

Die IHKs richten drei zentrale Punkte an die Bundespolitik:
1. Finanzierung sichern
Mit dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimawandel priorisiert der Bund den Erhalt der bestehenden Infrastruktur.
Der reguläre Haushalt des Bundesverkehrsministeriums darf trotz der Implementierung des Sondervermögens nicht gekürzt werden. Vielmehr müssen die regulären Mittel in den Lückenschluss und erforderlichen Ausbau fließen, wie bei der A 20.
Nur so können Autobahn GmbH und DEGES die Bauleistungen ausschreiben und den Weiterbau ohne Verzögerungen umsetzen. Unternehmen brauchen Planungssicherheit. Deshalb darf die Finanzierung zentraler Infrastrukturprojekte nicht vor jeder Haushaltsrunde infrage gestellt werden.

2. Netz-Resilienz herstellen
Fällt eine Verbindung im Raum Hamburg aus, staut sich der Verkehr in ganz Norddeutschland. Westlich von Hamburg gibt es keine feste Elbquerung. Der gesamte Güterverkehr Richtung Westen muss sich durch das Nadelöhr Hamburg zwängen. Fällt dort eine Verbindung aus, werden die Lieferketten in Norddeutschland und den Küstenregionen erheblich beeinträchtigt.
Die A 20 mit dem neuen Elbtunnel bei Glückstadt schafft die dringend benötigte Redundanz im Verkehrsnetz und erhöht die Versorgungssicherheit für Unternehmen und Bevölkerung. Gerade in Krisen- und Störfällen braucht Norddeutschland eine leistungsfähige Ausweichroute, um Warenströme und Mobilität aufrechterhalten zu können.

3. Schwertransporte für die Energiewende ermöglichen
Rotorblätter für Windkraftanlagen, Trafostationen und Elektrolyseure können vielfach nicht wirtschaftlich oder nur mit erheblichem Aufwand über das nachgeordnete Straßennetz transportiert werden. Für diese Groß- und Schwertransporte fehlt eine leistungsfähige Ost-West-Achse.
Die A 20 ist der Schlüssel, um diesen Engpass beim Ausbau der Energieinfrastruktur zu lösen. Ohne eine leistungsfähige Verkehrsverbindung verzögern sich Genehmigungen, Transporte und Bauvorhaben – mit direkten Auswirkungen auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Wasserstoffwirtschaft.
Der zügige Weiterbau der A 20 ist deshalb auch eine Investition in das Gelingen der Energiewende und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Norddeutschland.

"WIR BÜNDELN UNSERE KRÄFTE NOCH STÄRKER"**Ein Doppel-Interview**Silke Hauschildt (Elbegarten GmbH, Glückstadt), Vorsitze...
01/09/2026

"WIR BÜNDELN UNSERE KRÄFTE NOCH STÄRKER"

**Ein Doppel-Interview**
Silke Hauschildt (Elbegarten GmbH, Glückstadt),
Vorsitzende des Förderkreises Feste Unterelbequerung e.V.
& Michael Blach (EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen/Bremerhaven),
Vorsitzender des Fördervereins Pro A20 e.V.

1. Was bedeutet die vereinbarte engere Zusammenarbeit der beiden Vereine konkret? Was planen Sie?

Silke Hauschildt:
Die engere Zusammenarbeit ist vor allem ein Signal der Geschlossenheit. Beide Vereine verfolgen seit jeher das gleiche Ziel: die Menschen in der Region sachlich über die Bedeutung der A20 und der festen Elbquerung zu informieren und aufzuzeigen, welche Chancen dieses Infrastrukturprojekt für die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft und die gesamte Region bietet.

Es geht uns ausdrücklich nicht darum, die Auseinandersetzung mit Projektgegnern zu verschärfen. Unser Ansatz war immer die faktenbasierte Information. Allerdings erleben wir, dass kritische Stimmen oft leichter öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Deshalb bündeln wir künftig unsere Kräfte noch stärker, um die Argumente für das Projekt sichtbarer zu machen und mit einer gemeinsamen Stimme aufzutreten.

Konkret planen wir einen intensiveren Austausch, gemeinsame Veranstaltungen und eine stärkere Vernetzung aller Akteure, die sich für die A20 einsetzen – von Unternehmen über Kommunen bis hin zu Verbänden. Je geschlossener die Region auftritt, desto deutlicher wird, dass es sich bei der A20 nicht um ein Einzelinteresse handelt, sondern um ein zentrales Zukunftsprojekt für Norddeutschland.

2. Welche Vorteile verbinden Sie mit der A20?

Michael Blach:
Die A20 ist die Küstenautobahn, die perspektivisch die deutschen Seehäfen besser miteinander verbindet und damit eine wichtige Lücke in der norddeutschen Verkehrsinfrastruktur schließt. Sie schafft eine dringend benötigte Alternative zur heutigen Verkehrsführung, insbesondere zu den hoch belasteten Achsen der A1 und den Elbquerungen im Raum Hamburg.
Für die Wirtschaft bedeutet das vor allem: kürzere und verlässlichere Wege, weniger Staus und eine bessere Erreichbarkeit der Häfen und Wirtschaftsstandorte. Gerade für Unternehmen ist Planbarkeit ein entscheidender Standortfaktor. Mit der A20 kann Norddeutschland seine Funktion als Logistikdrehscheibe stärken und seine Position als Schnittstelle zu den europäischen Märkten und insbesondere zu Nordeuropa weiter ausbauen.

3. Wie zufrieden sind Sie mit den Baufortschritten der A20? Sind die Fortschritte der vergangenen Monate so groß, dass Sie ernsthaft hoffen dürfen, auf der A20 noch fahren zu können?

Silke Hauschildt:
Natürlich hätten wir uns alle gewünscht, dass das Projekt bereits deutlich weiter fortgeschritten wäre. Die Planungs- und Genehmigungsverfahren in Deutschland sind lang und komplex, und die A20 ist dafür ein besonders prominentes Beispiel.
Dennoch bin ich heute deutlich optimistischer als noch vor einigen Jahren. In den vergangenen Monaten und Jahren haben wir an verschiedenen Stellen wichtige Fortschritte gesehen – sowohl bei den Planungsabschnitten als auch bei den laufenden Bauarbeiten. Vor allem ist erkennbar, dass Bund und Länder das Projekt weiterhin verfolgen und voranbringen wollen.
Als Unternehmerin weiß ich, dass große Infrastrukturprojekte einen langen Atem brauchen. Entscheidend ist für mich, dass der politische Wille vorhanden ist und die nächsten Schritte konsequent umgesetzt werden. Deshalb glaube ich durchaus, dass wir die Fertigstellung weiterer Abschnitte erleben werden. Ob ich eines Tages die gesamte Strecke von der niederländischen Grenze bis zur Ostsee befahren kann, weiß niemand mit Sicherheit. Aber es gab noch nie bessere Gründe, optimistisch zu sein.

4. Was sind Ihre Forderungen an die Politik, damit der Bau der A20 stärker vorangetrieben werden kann? Wie zufrieden sind Sie mit den auf Bundesebene beschlossenen Maßnahmen zur Beschleunigung von Bau und Planung? Was sollte in rechtlicher Hinsicht geschehen, um den Bau der A20 voranzubringen?

Michael Blach:
Wir müssen bei der A20 endlich deutlich schneller werden. Die Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren ist bei Infrastrukturprojekten von nationaler Bedeutung nicht mehr akzeptabel. Wenn wir Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sichern wollen, brauchen wir auch bei der Infrastruktur einen anderen Takt.
Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz ist aus unserer Sicht ein richtiger Schritt, weil es genau an dieser Stelle ansetzt. Entscheidend wird aber sein, dass die neuen Möglichkeiten auch konsequent genutzt werden. Es darf nicht bei gesetzlichen Beschleunigungsversprechen bleiben – die Verfahren müssen tatsächlich schneller werden.
Und natürlich braucht es Planungssicherheit bei der Finanzierung. Ein Projekt wie die A20 erst zu planen und dann bei der Umsetzung auf die Finanzierung zu warten, können wir uns nicht leisten. Wer die A20 will, muss sie deshalb auch über die gesamte Laufzeit verlässlich finanzieren.

5. Gegner der A20 sprechen von einem „Milliardengrab“. Sind die Investitionen in Zeiten knapper oder sogar leerer Kassen und angesichts des Klimawandels wirklich zu rechtfertigen?

Silke Hausschildt:
Ich halte den Begriff „Milliardengrab“ für zu kurz gegriffen. Die entscheidende Frage lautet doch: Was kostet es, wenn wir wichtige Infrastruktur nicht bauen?
Für die Unternehmen in unserer Region bedeutet die fehlende Elbquerung täglich Umwege, Zeitverluste, höhere Transportkosten und eine geringere Planungssicherheit – und das jetzt bereits seit mehreren Jahrzehnten. Das belastet die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben und erschwert Investitionen. Gleichzeitig sind gute Verkehrsverbindungen eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsplätze und Wohlstand.

Auch beim Thema Klimaschutz lohnt sich ein differenzierter Blick. Staus, Ausweichverkehre und lange Umwege verursachen ebenfalls CO₂-Emissionen. Eine leistungsfähige Infrastruktur kann dazu beitragen, Verkehrsströme effizienter zu lenken und unnötige Kilometer zu vermeiden. Zudem wird auch künftig der Güterverkehr eine wichtige Rolle für die Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung spielen – unabhängig davon, ob die Fahrzeuge mit Diesel, Strom, Wasserstoff oder anderen klimafreundlichen Antrieben unterwegs sind.

Aus meiner Sicht ist die A20 deshalb keine Investition in die Vergangenheit, sondern in die Zukunftsfähigkeit Norddeutschlands. Wer die wirtschaftliche Bedeutung der Region ernst nimmt, kommt an leistungsfähiger Infrastruktur nicht vorbei. Die A20 ist dabei ein wesentlicher Baustein.

6. Abschlussfrage: Was sind die nächsten geplanten Aktivitäten?

Michael Blach:
Wir wollen weiter für die A20 und insbesondere für die Elbquerung werben und den politischen Druck aufrechterhalten. Dazu gehört auch die laufende Online-Petition, mit der wir der Forderung nach einem zügigen Bau der Elbquerung zusätzliches Gewicht verleihen wollen.
Petition · Elbtunnel Glückstadt-Drochtersen JETZT! – Die Region braucht die A 20 - Deutschland · Change.org

Ein wichtiger nächster Termin ist der Parlamentarische Abend am 8. September 2026 in Berlin. Dort wollen wir mit Landesministern, Bundestagsabgeordneten, der Autobahn GmbH sowie Unternehmerinnen und Unternehmern ins Gespräch kommen. Uns geht es dabei nicht um weitere Grundsatzdebatten, sondern ganz konkret um die Frage: Was muss jetzt geschehen, damit die Küstenautobahn schneller vorankommt?
Die Region braucht die A20 – und sie braucht vor allem endlich mehr Tempo bei ihrer Umsetzung.

*** Wirtschaftsverband Weser: „Fakten prüfen. Weser schützen. Häfen sichern.“- Offener Brief an Kreistag, Parteien und S...
27/08/2026

*** Wirtschaftsverband Weser: „Fakten prüfen. Weser schützen. Häfen sichern.“
- Offener Brief an Kreistag, Parteien und Stadträte in der Wesermarsch - ***


Der Wirtschaftsverband Weser e. V. wendet sich mit einem offenen Brief an die Mitglieder des Kreistages Wesermarsch, die Vorsitzenden der Parteien im Landkreis sowie die Mitglieder der Stadträte von Brake und Nordenham.

Unter der Überschrift „Fakten prüfen. Weser schützen. Häfen sichern.“ appelliert der Wirtschaftsverband an die politischen Entscheidungsträger, das Ergebnis des laufenden Weserverfahrens nicht politisch vorwegzunehmen.

„Die Fragen zur Verschlickung, Salzbelastung, Tideentwicklung, zum Hochwasserschutz und zur Süßwasserversorgung müssen ernst genommen und sorgfältig untersucht werden. Genauso müssen aber die wirtschaftlichen Folgen für die Häfen, Unternehmen und Arbeitsplätze der Region berücksichtigt werden“, erklärt Uwe Beckmeyer, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Weser.

Der Verband weist darauf hin, dass die Auswirkungen der Fahrrinnenanpassung im Planfeststellungsverfahren umfassend untersucht, öffentlich erörtert und gegeneinander abgewogen werden müssen. Eine Ablehnung noch vor Abschluss dieser Untersuchungen wäre aus Sicht des Verbandes eine politische Vorfestlegung.

Gleichzeitig spricht sich der Wirtschaftsverband ausdrücklich für die Umsetzung des Generalplans Wesermarsch aus. Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässersituation, der Süßwasserverfügbarkeit sowie der Be- und Entwässerung seien unabhängig vom Ausgang des Planfeststellungsverfahrens notwendig.

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sei eine verlässliche Erreichbarkeit der Häfen von zentraler Bedeutung. Größer werdende Schiffe müssten Brake auch künftig mit wirtschaftlich ausreichender Ladung erreichen können. Andernfalls drohten Ladung, Investitionen und Wertschöpfung an konkurrierende Hafenstandorte außerhalb Deutschlands verloren zu gehen.

Der Wirtschaftsverband formuliert fünf Erwartungen an die Kommunalpolitik: ein ergebnisoffenes Planfeststellungsverfahren, eine vollständige Untersuchung aller ökologischen, wasserwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen, die Sicherung der nautischen Erreichbarkeit der Häfen, die Umsetzung des Generalplans Wesermarsch sowie gemeinsame Lösungen für Wirtschaft und Umwelt.

„Die Region braucht keinen Gegensatz zwischen Umweltschutz und wirtschaftlicher Entwicklung. Sie braucht belastbare Fakten und tragfähige Lösungen für beides“, so Beckmeyer.

Foto: Firma Jan Müller

19/08/2026

** Ein Rechtsgutachten im Auftrag der IHK Nord stellt die bislang verbreitete Annahme infrage, eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Seehäfen sei verfassungsrechtlich kaum möglich. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass der Bund seine Finanzhilfen bereits auf Grundlage des bestehenden Rechtsrahmens erhöhen könnte.
Das Gutachten wurde von dem Rechtswissenschaftler Professor Johannes Hellermann aus Bielefeld erstellt. **

HALBJAHRESBILANZ VORGELEGT:NIEDERSACHSENS HAFENWIRTSCHAFT WÄCHSTNiedersachsens Hafenwirtschaft ist weiterhin auf Wachstu...
16/08/2026

HALBJAHRESBILANZ VORGELEGT:
NIEDERSACHSENS HAFENWIRTSCHAFT WÄCHST

Niedersachsens Hafenwirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs, auch wenn die Marktlage insgesamt herausfordernd ist und nicht zuletzt auch der Wintereinbruch die Umschlagsprozesse zu Jahresbeginn erschwert hatte. Darüber informiert Seaports of Niedersachsen.
Treiber der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr ist der gesteigerte Umschlag von Stückgütern und Containern, was mittlerweile rund ein Drittel des gesamten Umschlagsvolumens der niedersächsischen Seehäfen ausmacht. Der Massengüterumschlag zeigt sich marktbedingt leicht rückläufig im ersten Halbjahr.

Mit 31,1 Millionen Tonnen verzeichnet die Gruppe der neun niedersächsischen Seehäfen einen Zuwachs von 7 % im ersten Halbjahr 2026 im seeseitigen Güterumschlag (29,1 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Beim Containerumschlag ergibt sich mit 898.211 TEU ein Plus von 36 % (664.685 TEU im ersten Halbjahr 2025).

Insgesamt wurden von Januar bis Juni mehr als 12 Millionen Tonnen Stückgüter, zu denen neben Containern auch Windenergiekomponenten, Eisen, Stahl, Forstprodukte und rollende Ladung gehören, in Niedersachsens Seehäfen umgeschlagen, was einem Zuwachs von 25 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht (9,6 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025).

Der Umschlag von Massengütern belief sich auf rund 19,1 Millionen Tonnen und liegt damit knapp 2% unter dem Vorjahresergebnis (19,5 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Das Umschlagsvolumen von Neufahrzeugen in den drei niedersächsischen Automobil-Umschlagshäfen bewegt sich mit insgesamt 842.411 Einheiten auf Vorjahresniveau.

„Insgesamt können wir zur Jahresmitte ein positives Fazit zur Entwicklung des Ladungsaufkommens in den niedersächsischen Seehäfen ziehen. Nicht zuletzt zeugt dieses von hoher Kundenzufriedenheit, die unsere Hafenwirtschaft durch ein gutes Angebot und flexible Services erreichen konnte. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Märkte weiterhin unter Druck sind. Während die Umschlagsvolumen von Containern, Komponenten im Bereich der Erneuerbaren Energien und auch bestimmten Massengütern deutlich gewachsen sind, wirken sich bei anderen Gütergruppen Zollbeschränkungen, Veränderungen von Warenströmen aufgrund hoher Energiekosten sowie eine überbordende Regulatorik aus. Nicht zuletzt beeinflusst weiterhin auch die geopolitische Lage die weltweiten Märkte“, kommentiert Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin der Seaports of Niedersachsen GmbH die aktuellen Umschlagszahlen.

!!Brake

Der Seehafen Brake verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 ein Umschlagsvolumen von knapp 2,45 Millionen Tonnen im Seegüterverkehr (- 12 % / 2,8 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025).
Deutlich positiv zeigte sich die Entwicklung des Seehafens im Bereich des Umschlags von Windenergiekomponenten. Einen Umschlagsrückgang gab es bei Getreide und Futtermitteln infolge der Unsicherheiten und letztlichen Verschiebung der EUDR-Richtlinie, wodurch hohe Lagerbestände gebildet wurden, mit denen der Handel momentan seine Kontrakte bedient. Die Zollpolitik der USA hat weiterhin unmittelbare Auswirkungen auf den Export von Eisen und Stahl sowie Holz.


!!Cuxhaven

In Cuxhaven wurden im ersten Halbjahr 2026 mit 1,3 Millionen Tonnen rund 32 % weniger Güter im Seeverkehr umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum (1,8 Millionen Tonnen). Hier kommt im Wesentlichen ein Sondereffekt zum Tragen: Große Baumaßnahmen am Standort in 2025 führten zu einem projektbedingten Anstieg beim Umschlag von Baustoffen, die im laufenden Jahr fehlen.
Der Umschlag von Stückgütern und hier insbesondere von Komponenten der Windenergieerzeugung entwickelte sich deutlich positiv. Mit 185.508 Neufahrzeugen liegt das Volumen des Automobilumschlags im ersten Halbjahr 2026 unter dem Ergebnis aus dem Vorjahr, dies u.a. durch witterungsbedingte Einschränkungen zu Jahresbeginn.

!!Emden

Der Emder Hafen liegt mit einem seeseitigen Umschlagsvolumen von etwa 2,3 Millionen Tonnen um knapp 5 % unter dem Ergebnis des Vorjahres (2,4 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025).
Eine starke Entwicklung beim Umschlag von Windenergieanlagen und steigende Umschlagszahlen bei flüssigen Massengütern konnten Rückgänge z.B. beim Umschlag fester Massengüter wie Baustoffen nicht gänzlich kompensieren.
Der Automobilumschlag liegt mit über 589.000 Neufahrzeugen im ersten Halbjahr 2026 knapp unter Vorjahresniveau. Während die Fahrzeugimporte gesteigert werden konnten, gingen die Exporte, insbesondere mit Blick auf das USA-Geschäft, leicht zurück.

!!Leer

Im Hafen Leer wurden im ersten Halbjahr 2026 im kombinierten See- und Binnenschiffsverkehr rund 107.000 Tonnen Güter umgeschlagen, was einem Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht (93.000 Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Umschlagsgüter in Leer sind vor allem Baustoffe, Futtermittel sowie Eisen und Stahl.

!!Nordenham

In Nordenham beläuft sich der seeseitige Güterumschlag im ersten Halbjahr 2026 auf rund 0,9 Millionen Tonnen (- 11 % / 1 Million Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Während das Umschlagsvolumen bei Massengütern wie Baustoffen gesteigert werden konnte, war der Umschlag von Kohle und revisionsbedingt auch von Flüssiggütern rückläufig.
Laufende Projektumschläge im Bereich der Kabellogistik sorgten im ersten Halbjahr 2026 aber für eine gute Auslastung und Wertschöpfung am Hafen.


!!Oldenburg

Durch den laufenden Neubau der Eisenbahnbrücke in Elsfleth, der bis Ende 2027 fertiggestellt sein soll, ist der Hafen Oldenburg weiterhin nicht mit Seeschiffen erreichbar. Daher gab es kein seewärtiges Umschlagsvolumen im ersten Halbjahr 2026.
Der Gesamtumschlag im Binnenschiffsverkehr ist mit 378.743 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen (+ 2 % / 371.708 Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Darüber hinaus wurden 156.557 Tonnen Güter per Bahn angeliefert, um die Versorgung der Hafenkunden verlässlich zu gewährleisten.

!! Papenburg

Papenburg erzielt im ersten Halbjahr 2026 mit 335.025 Tonnen im Seeverkehr ein Umschlagswachstum von rund 3 % im Vergleich zum Vorjahr (324.470 Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Zuwächse konnten hier vor allem beim Umschlag fester Massengüter verzeichnet werden, der Stückgüterumschlag bewegt sich auf Vorjahresniveau.
Auch die u.a. für die Versorgung ansässiger Industrien bedeutsamen Binnenschiffsverkehre waren stärker nachgefragt, mit 125.210 Tonnen stiegen die Mengen von Gütern, die per Binnenschiff angeliefert oder abtransportiert wurden, um 10 % (114.000 Tonnen im ersten Halbjahr 2025).

!!Stade

Mit insgesamt rund 3,2 Millionen Tonnen Seegüterumschlagsvolumen im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete der Seehafen Stade ein Umschlagsplus von 24% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 (2,6 Millionen Tonnen). Zugrunde liegen hier Zuwächse bei Massengütern wegen einer höheren Nachfrage der ansässigen Industrien, als auch ein vermehrter Umschlag von Stückgütern und Projektladung.

!!Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven wurden von Januar bis Juni 2026 mit rund 20,6 Millionen Tonnen rund 14 % mehr Güter umgeschlagen als im ersten Halbjahr 2025 (18 Millionen Tonnen). Der Umschlag von Containern belief sich auf mehr als 898.000 TEU, was einem Plus von 36% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Auch der Automobilumschlag konnte mit knapp 68.000 Neufahrzeugen im ersten Halbjahr 2026 weiter ausgebaut werden. Während der Umschlag von Rohöl und Mineralölprodukten rückläufig ist, stiegen die Importe von Kohle und Baustoffen weiter an.

27/07/2026

*** Der CDU-Politiker Steffen Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister werden. Bundeskanzler Friedrich Merz werde den Parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion als Nachfolger von Patrick Schnieder vorschlagen, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur. ***

23/07/2026

*** Noch nie waren in Deutschland so viele Autos zugelassen wie zu Beginn des laufenden Jahres, informiert das Statistische Bundesamt. Ihre Zahl stieg innerhalb von einem Jahr um rund 200.000 auf 49,5 Millionen. Das entspricht einer Rekord-Fahrzeugdichte von 593 Autos je 1.000 Einwohner. ***

20/07/2026

"Leisungsfähige Verkehrswege sind keine Einzelinteressen. Sie sind Voraussetzung für wirtschaftliche Stärke, widerstandsfähige Lieferketten, Versorgungssicherheit und die Transformation unserer Wirtschaft."
Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen - IHK für Bremen und Bremerhaven

Adresse

Am Markt 13
Bremerhaven
28195

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