29/05/2026
🚲🚉 Wie sicher können Fahrräder an kleinen Bahnhöfen abgestellt werden?
Dieser Frage gehen wir derzeit im Rahmen unseres bundesweiten Infrastrukturtests „Fahrrad.Land.Umstieg.“ nach. Ziel ist es, die Qualität von Radabstellanlagen an kleineren Bahnhöfen zu erfassen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen – denn die Kombination von Fahrrad und Bahn ist ein wichtiger Baustein für nachhaltige Mobilität.
Auch der ACE-Kreis München/Oberland beteiligt sich an der Aktion. Am 27. Mai nahmen Kreisvorsitzender Daniel Baur und Ursula Hildebrand, Regionalbeauftragte Club und Ehrenamt beim ACE für Südbayern, die Fahrradabstellanlagen an den Bahnhöfen Oberau und Murnau unter die Lupe.
📍 Bahnhof Oberau:
Die überdachte Radabstellanlage ist zwar vorhanden, bietet aber nur eingeschränkten Schutz vor Wind und Wetter. Fahrradboxen für hochwertige Fahrräder oder E-Bikes fehlen ebenso wie Lademöglichkeiten und eine Reparaturstation. Mit sechs von 13 möglichen Punkten lautet das Ergebnis daher „befriedigend“.
„Auch in kleineren Orten muss der Umstieg auf den ÖPNV möglich sein. Deshalb muss man das Fahrzeug, mit dem man zum Bahnhof kommt, gut und sicher abstellen können. Das gilt nicht nur für Pkw, sondern auch für Fahrräder“, betont Daniel Baur.
📍 Bahnhof Murnau:
Ganz anders das Bild in Murnau: Hier erreichten die Radabstellanlagen die Höchstwertung – 13 Punkte! Zahlreiche Fahrradständer, abschließbare Fahrradboxen, Lademöglichkeiten für E-Bikes, gute Beleuchtung und Videoüberwachung sorgen für ideale Bedingungen.
„Hier ist der Umstieg vom Auto oder Fahrrad auf Bus und Bahn vorbildlich gelöst. Murnau kann als Vorbild gelten!“, freut sich Daniel Baur.
🔍 Noch bis Anfang August sind die rund 650 Ehrenamtlichen des ACE bundesweit unterwegs, um Radabstellanlagen in Städten und Gemeinden mit bis zu 15.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu bewerten. Die Ergebnisse der Aktion „Fahrrad.Land.Umstieg.“ werden im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche im September veröffentlicht.