26/07/2017
Sonnencreme: Gut für die Haut, Gift für den Autolack
Die Sonne brennt, der See ist gleich um die Ecke und in der Luft hängt der leichte Duft von Sonnencreme. Das ist Sommer! Doch Vorsicht: „Wer mit frisch eingecremten Händen den Autolack berührt, läuft gerade bei hohen Temperaturen Gefahr, hässliche Spuren zu hinterlassen“, warnt Michael Tuchel von DerLackmeister Tuchel
Wer sich im Sommer über milchige, weiße Flecken oder Vergilbungen auf seinem Auto wundert, dem sei gesagt, dass vermutlich der Sonnenschutz daran schuld war. „Auf einem dunklen Auto kann es bei direkter Sonneneinstrahlung schon mal 70, 80 Grad heiß werden“, weiß Tuchel von der Autowerkstatt DerLackmeister Tuchel in Barsinghausen und ergänzt: „Gerade bei diesen Temperaturen ist der Autolack sehr empfindlich. Inhaltsstoffe von Cremes, wie etwa Öle oder Additive, können dann direkt in die Lackoberfläche eindringen und diese dauerhaft schädigen.“
Vorsichtiger und bewusster Umgang
Autofahrer schützen ihr Fahrzeug am besten vor den unschönen Flecken, indem sie den Cremekontakt ganz vermeiden. Das heißt: entweder nach dem eincremen kurz warten oder eben erst nach der Fahrt eincremen. Außerdem sollten frische Flecken zügig entfernt werden.
Wenn’s doch mal schief gegangen ist
Wo hässliche Flecken nach dem Ausflug davon zeugen, dass die Präventivmaßnahmen nur mäßig erfolgreich waren, ist fachmännische Hilfe gefragt. Experte Tuchel beruhigt: „Je nach Größe und Position kann die Schadstelle poliert werden, oder wir arbeiten mit Spot-Repair. Mit dieser Methode lassen wir den Schaden schnell wieder verschwinden.“ Falls dagegen auch tiefere Lackschichten beschädigt wurden oder der Lack Runzeln aufweist, wird es aufwändiger. „In diesem Fall schleifen wir den beschädigten Lack ab und lackieren die Stelle neu. Danach sieht dann alles wieder einwandfrei aus.“