02/01/2026
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen kommen seit vielen Jahren zu dem Ergebnis, dass ein deutlich zu langsames Fahren im Straßenverkehr das Unfallrisiko teils sogar stärker erhöhen kann als ein moderates Überschreiten der Durchschnittsgeschwindigkeit. Diese Erkenntnis basiert auf der sogenannten Solomon-Kurve, einer grundlegenden Studie aus den 1960er-Jahren von David Solomon, die 1971 durch West und Dunn bestätigt wurde. Sie zeigt, dass die Unfallhäufigkeit immer dann stark zunimmt, wenn ein Fahrzeug deutlich schneller oder langsamer als der übrige Verkehr unterwegs ist.
Den Auswertungen zufolge sind Fahrzeuge, die etwa 15 km/h unter dem üblichen Verkehrsfluss fahren, bis zu sechsmal häufiger in Unfälle verwickelt. Der Hauptgrund dafür ist die Störung des Verkehrsablaufs: Andere Verkehrsteilnehmer müssen häufiger abbremsen, ausweichen oder spontan die Spur wechseln, was das Risiko für Auffahrunfälle und gefährliche Situationen deutlich erhöht.
Unbestritten bleibt, dass überhöhte Geschwindigkeit eine große Gefahr darstellt. Die Forschung macht jedoch ebenso klar, dass auch starkes Unterschreiten der üblichen Geschwindigkeit auf schnell befahrenen Straßen ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko ist. Verkehrssicherheit entsteht vor allem dann, wenn sich Fahrer möglichst gleichmäßig am allgemeinen Verkehrsfluss orientieren.
Quelle: U.S. Department of Transportation archives, Institute of Transportation Engineers summaries.