30/08/2023
Liebe Bürgerinnen und Bürger Hockenheims,
wir möchte an dieser Stelle auf die jüngsten Entwicklungen rund um unsere Initiative aufmerksam machen. Unsere Seite hat innerhalb weniger als 24 Stunden bereits 200 Follower erreicht, in diesem Augenblick als diese Worte entstehen, was uns ermutigt, unsere Anliegen weiter voranzutreiben.
Es gibt bereits erste Vorwürfe, die behaupten, wir hätten den Kern der Angelegenheit nicht erfasst. Diese Einschätzung teilen wir nicht. Wir respektieren auch die Standpunkte derjenigen, die durch die Aktivitäten am Hockenheimring beeinträchtigt fühlen. Wir sind der Ansicht, dass jede Meinung, sei sie pro oder kontra, ihre Berechtigung hat, wie bereits in unserer ersten Veröffentlichung festgehalten.
Unsere Intention ist einfach: Wir möchten um Akzeptanz für unsere Interessen und unsere Freiheit bitten, unser Hobby und unsere Leidenschaft nachzugehen. Wenn es bereits eine bestehende Sportstätte in Hockenheim gibt, so sehen wir es als legitim an, diese für unsere Zwecke zu nutzen.
Der Motorsport ist keineswegs veraltet oder von Nostalgie geprägt. Betrachten wir zum Beispiel Elektroautos. Fragen wie, wie man mit ihnen umgeht im Falle eines Unfalls, wenn Strom auf der Karosserie liegt, wie Insassen befreit werden oder wie man Brände in Elektrofahrzeugen löscht, finden ihre Antworten teilweise im Kontext der Formel E. Diese Erkenntnisse kommen uns in der Alltagsmobilität zugute und bringen uns sicher nach Hause.
Die Anschuldigung, wir würden an veralteten Traditionen festhalten, entspricht nicht der Realität. Genauso wie es wichtig ist, den Klassik-Bereich für Oldtimer zu respektieren, da es Menschen gibt, die sich dafür begeistern, so haben auch wir eine Leidenschaft für den Motorsport.
Wir haben verstanden, dass einige Bürgerinnen und Bürger durch die Aktivitäten am Hockenheimring gestört werden. Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass der Motorsport hier seit 1932 stattfindet. Veranstaltungen wie Inliner-Events können allein die Betriebskosten einer solchen Anlage nicht tragen. Weniger Motorsport würde höchstwahrscheinlich zu vermehrten Konzerten führen, die im Übrigen oft bis spät in die Nacht dauern, länger als jedes Rennen.
Wir strecken die Hand aus, um gemeinsam mit all jenen, die keinen Bezug zum Motorsport haben, Lösungen zu finden. Wir bitten um gegenseitige Wertschätzung und Respekt für unsere Leidenschaft, ebenso wie wir eure Meinungen respektieren. Wir sind Teil einer Gemeinschaft und alle Ansichten verdienen Beachtung.
Die Tatsache bleibt bestehen: Der Hockenheimring ist und bleibt eine Rennstrecke. Wenn wir tatsächlich nach demokratischen Prinzipien leben, werden wir uns der Mehrheit fügen, so wie es angemessen ist. Aus diesem Grund rufen wir dazu auf, unserer Facebook-Seite zu folgen. Dies wird zeigen, ob die Stimmen, die sich für den Hockenheimring einsetzen, stark genug sind. Oder ob wir fortwährend Berichte von Wenigen lesen müssen, die alternative Nutzungen des Rings bevorzugen. Oder ob wir gemeinsam in der Zeitung lesen möchten, dass es Menschen gibt, die den Hockenheimring für das schätzen, was er ist: eine Rennstrecke mit dem charakteristischen Klang der Motoren.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.