28/10/2026
Russlands Krieg wird an der Front geführt und in Fabriken fernab davon am Laufen gehalten. Hunderte russische Unternehmen stellen die Komponenten her, die in Iskander- und Kalibr-Raketen sowie in Langstreckendrohnen verbaut werden. Es sind diese Waffen, die gegen ukrainische Städte und Zivilpersonen eingesetzt werden.
Am 12. Oktober hat die EU die umfangreichsten Sanktionslistungen beschlossen: 826 dieser Unternehmen und 743 ihrer CEOs. Die gelisteten Firmen beschäftigen zusammen über 250’000 Personen und erwirtschaften mindestens 20 Milliarden Euro pro Jahr.
Diese Listungen ergänzen die mehr als 450 Unternehmen der russischen Rüstungsindustrie, die bereits unter EU-Sanktionen stehen. Ihre Vermögenswerte in der EU werden eingefroren, EU-Bürgerinnen und -Bürger sowie Unternehmen dürfen ihnen keine Gelder mehr zur Verfügung stellen, und den CEOs wird die Einreise in die EU untersagt.
Sanktionen sind ein friedliches aussenpolitisches Instrument. Jedes Paket soll es Russland erschweren, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu finanzieren, auszurüsten und aufrechtzuerhalten.
Auch die Schweiz trägt EU-Sanktionen gegen Russland seit 2022 mit.