15/11/2024
Wahre Gruselgeschichten aus meiner Familie
Es dürfte sich um 1930 herum zugetragen haben. Die Großmutter meiner Mutter saß mit ihrer Tochter am späten Nachmittag in der guten Stube und sie häkelten. An der Wand hing eine alte Pendeluhr. Als sie so häkelten und strickten und sich unterhielten, hörte plötzlich das behäbige Ticken der Pendeluhr auf.
Sie war stehen geblieben.
Die Großmutter bemerkte es und wurde kreidebleich, begann zu weinen. Bitterlich zu weinen.
Ihre Tochter stand auf und ging zur Mutter, nahm sie an den Schultern und fragte " Was ist denn los, Mutti! Was weinst du so?" Sie bekam schreckliche Angst.
Aber die Mutter konnte sich nicht beruhigen. "Es is ebsch passiert!"
Eine halbe Stunde später klopfte es an der Stubentür. Ein Bekannter trat ein, der mit dem Großvater und drei weiteren Männern im Wald Holzmachen gewesen war.
"Mutterl, horch zu. Dein Mann hat grad im Wald ein Baum 'troffen. Tot ist er!"
Der Großvater verstarb in dem Augenblick, an dem die Pendeluhr stehen blieb.
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Das zweite Vorkommnis betraf meinen Opa, in den 1980ern. Auch davon berichtete mir meine Mutter.
Opa lag im Krankenhaus im Sterben.
Mein Vater und meine Mutter waren am Sterbebett und hielten seine Hand.
Da schaute er auf, richtete sich etwas auf und rief in Richtung des Bettendes:
"Der da unten soll weg gehen! Ich geh no ned mit!"
Dort war aber keiner zu sehen.
Zwei Stunden später starb mein Opa.