Raus aus dem Großstadtstress, aus dem Verkehrschaos und den Parkplatzproblemen – deshalb wohnen wir alle im Outback, genauer gesagt haben wir uns für Gilching entschieden. Und weil’s in diesem Teil von Gilching – in der Waldkolonie auch noch so a Stückerl weit idyllischer ist als in Neugilching – deshalb wohnen viele Gemeindemitglieder hier. Wir lieben es, hier mit dem Hund spazieren zu gehen, am
Sonntag Morgen beim Boneberger am Eck unsere Semmeln zu holen und auf dem Weg dorthin die morgendliche Idylle, das Vogelzwitschern und die frische Luft in Ruhe zu genießen. Wir haben keinen Parkplatzstress denn in unseren Straßen sind immer und zu jeder Zeit Parkplätze frei – auch für unsere Besucher. Unsere Kinder können recht bedenkenlos auf der Straße Rad fahren lernen oder mit dem Roller rumdüsen und beim Spaziergehen lugen wir schon gern mal über den Zaun der anderen Bewohner, weil hübsch angelegte Vorgärten oder ansprechende Gartengestaltungen mit Bäumen und Sträuchern uns dazu einladen. Sogar einen Waldspaziergang kann man in unserem Viertel noch machen – wie es der Name schon sagt. Die große Frage ist jetzt hier nur – wie lange bleibt das alles noch erhalten? Immer mehr alte Grundstücke werden nach dem Tod der Besitzer von den Erben platt gemacht, jeglicher Wald-Baumbestand abgeholzt und die Grundstücke bis zu den Grundstücksgrenzen vollständig zugebaut – kein Platz mehr für einen Vorgarten oder gar einen Garten mit Bäumen und Grün, wegen dem wir so gerne hier wohnen. Immer öfter werden Ein- oder Zweifamilienhäuser abgerissen und stattdessen 10 - 14 Familien in den neuen Häusern einquartiert. Immer mehr Anwohner bringen immer mehr Autos mit, die dann entsprechend auf den Straßen parken. Und das Beste: Immobilienfirmen werben inzwischen beim Verkauf ihrer Wohnungen mit „Wohnen mit Blick ins Grüne“. Damit meinen sie aber nicht den eigenen Garten, sondern den Garten der Nachbarn, die noch richtige Gärten haben, weil vor 30 Jahren Grund und Grün noch zur Lebensqualität gehörte. In den Grundstücken der neuen Häuser bleiben meist nur noch kleine Parzellen Grün, auf die dann platzmäßig nur noch das Trampolin und ein Geräteschuppen passen. Inzwischen sind nur noch auf Altbestands-Grundstücken die Waldbäume wie Fichten und Tannen zu finden, die ursprünglich den Waldkolonie-Charakter bildeten. In den Neubau-Grundstücken sind meist gar keine Bäume mehr zu finden, teilweise ist nicht einmal mehr Platz für ausreichend Sträucher und Hecken um sich ein wenig vom Nachbarn abzugrenzen. Wird es unsere idyllische grüne Waldkolonie in den nächsten 20 Jahren noch geben? Oder wohnen wir dann in einem stadtähnlichen Wohnviertel wie es sie in München zuhauf gibt? Wenn, grob gesagt, die Verdichtung in den nächsten Jahren in unserem Viertel so weiter geht wie bisher, dann werden in den nächsten Jahren knapp 1000 Menschen mehr hier zuziehen. Und in welche Gärten wollen wir dann noch schauen, wenn es keine mehr gibt? Wenn alle Bäume abgeholzt werden und keine Neuen nachgepflanzt? Wenn keine Vorgärten mehr angelegt werden und kein Platz mehr ist für Sträucher, Hecken und Gebüsche? Unsere Initiative möchte erreichen, dass die Gemeinde Gilching für das Waldkolonie-Gebiet Bebauungspläne erstellen lässt, in denen geregelt wird,
wie viele Bäume pro Grundstück (nach)gepflanzt werden müssen um zumindest einen Obst-/Laubbaumbestand zu erhalten
wieviel Grünfläche pro Grundstück anzulegen ist und
ob, je nach Grundstückgröße ein Vorgarten oder sonstige Grünoasen vorgeschrieben sind. Auch die niedrige Höhe der Häuser muss erhalten bleiben um den Gartenstadt-Charakter zu erhalten. Falls ihr anhand der Fotos nachvollziehen könnt, worum es uns geht und dafür seid, dass der Grundcharakter der idyllischen grünen Gartenkolonie (und das gilt übrigens auch für Neugilching) erhalten bleibt, dann unterschreibt bitte, wenn die Unterschriftensammler in dieser Woche bei euch klingeln. Mit eurer Unterschrift bestätigt ihr, dass ihr einverstanden seid, dass unsere Initiative der Gemeinde einen Antrag einreicht, der dann geprüft wird. Wie es weitergeht - darüber werden euch hier möglichst auf dem Laufenden halten. Danke für eure/Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung!